Magdalenas Geschichte

Wie es ein Traum für viele Kinder ist, wuchs ich bis zu meinem neunten Lebensjahr auf einem Demeter-Bauernhof auf. Mit allen Abenteuern die dazu gehören, um eine Kindheit erlebnisreich und spannend in Erinnerung zu behalten. Auch das Jugendalter durchlebte ich unbelastet, frei und explorativ. Nach meiner Schulzeit habe ich ein Auslands- und Anerkennungsjahr angetreten. Neun Monate dieser Zeit verbrachte ich mit freiwilliger sozialer Arbeit in Mexiko bei hilfsbedürftigen Kindern. Außer spannenden Erfahrungen in der Arbeit sowie einer neuen Kultur und Sprache, begegneten mir dort zwei prägende Dinge, die mein Leben fortan begleiten sollten.

Zum Einen lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und zum Anderen erkrankte ich aus heiterem Himmel an Diabetes mellitus Typ1. Als die Diagnose feststand, war schnell klar, dass es von nun an um Einschränkungen geht. Doch je mehr ich mich mit dem Thema der Zuckerkrankheit auseinandersetzte, umso mehr wurde mir bewusst, dass es sich zwar um einen sehr kontrollierten und auch disziplinierten, aber im Grunde genommen gesunden Lebensstil handelt. Zudem merkte ich, dass ich durch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Krankheit nicht viele Einschränkungen hatte. Schon von Kind an führte ich ein sportlich geprägtes und ernährungsbewusstes Leben, doch jetzt fand ich heraus, wie ich Bewegung gezielt einsetzen konnte, um meine Zuckerwerte positiv zu beeinflussen.

Das Thema Ernährung wurde Interessensgebiet Nummer Eins. Jahrelang schaffte ich es so, entgegen allen Erwartungen der Diabetologen, ohne äußerliche Insulinzufuhr auszukommen. In dieser Zeit fasste ich den Entschluss, auch anderen Menschen durch das Hinführen zu einem bewussteren Lebensstil zu helfen. Ich war und bin absolut begeistert, wie viel jeder Einzelne zu seiner Gesundheit beisteuern und diese beeinflussen kann. Den Schlüssel dazu besitzt ein jeder selbst: Eine bewusste Ernährung sowie gezielte Bewegung. Denn:

„Gesundheit ist gewiss nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ – Arthur Schopenhauer

Aus diesem Grund entschied ich mich für einen Studiengang an der Dualen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (Stuttgart), der die Thematik der präventiven und gesundheitsorientierten Bewegung sowie Ernährung lehrt und gleichzeitig ein schon seit Jahren angestrebtes BWL-Studium beinhaltet.

Seit knapp vier Jahren bin ich im präventiven Gesundheitssektor tätig und unterstütze Menschen täglich dabei, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen und ihren Zielen näher zu kommen.

In den angestrebten Seminaren möchte ich mein bisheriges Wissen weitergeben und den Teilnehmenden ermöglichen, durch gemeinsame Erfahrungen, zu mehr Selbstsicherheit und Souveränität im Umgang mit Diabetes zu gelangen. Es soll Raum für das Aussprechen von Sorgen und Ängsten geschaffen und die Möglichkeit gegeben werden, durch gegenseitiges Verständnis sowie eines positiven Ausblicks zu einer verantwortungsbewussten und zugleich furchtlosen Haltung zu kommen.

„Veränderungen werden nur hervorgerufen durch aktives Handeln, nicht durch Meditation oder Beten allein“ – Dalai Lama

 

Was nervt mich manchmal am Diabetes?

Manchmal wünsche ich mir einfach den Diabetes für eine Zeit vergessen zu können. Aufwachen zu können, ohne als erstes meinen Zuckerwert zu messen, oder einfach essen zu können, ohne dabei an die notwendige Insulinzugabe zu denken.

Was habe ich durch den Diabetes gelernt?

Auch wenn dieses permanente „Im-Bewusstsein-Haben“ auch mal lästig sein kann wurde ich durch den Diabetes dazu aufgerufen achtsamer zu Leben. Ich lerne, auf meinen Körper zu hören und mir Gedanken darüber zu machen, was dieser braucht.

Was war mein schönstes Erlebnis mit dem Diabetes?

Seit meiner Diabetes-Diagnose habe ich in den verschiedensten Zeiten und Situationen mehr Unterstützung von Menschen erfahren, als ich es je für möglich gehalten habe. Das unbeschreibliche Gefühl der Dankbarkeit und Liebe konnte ich dadurch intensiver spüren.

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